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Eine Inszenierung des Moskauer Zentrums für Regie und Dramaturgie Werkstatt auf der Begowaja Nr. 6 / Theatergastspiel im Rahmen des Deutsch-Russischen Jahres 2012/13 / In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Dauer: 1 Stunde

In einer theatralischen Skizze nach Lermontows großartigem Poem, das auch oft als «orientalische Erzählung» bezeichnet wird, entwickelt der Regisseur Ilja Romaschko mit den Studenten der Werkstatt auf der Begowaja Nr. 6 eindrucksvolle Bilder. Der romatischen Vorlage folgend, entfürt uns die Inszenierung in die Welt eines Helden, der voller Hoffnungslosigkeit umherstreift, bis er auf einer Hochzeit auf die Prinzessin Tamara trifft und sich in sie verliebt. Doch da taucht plötzlich ein Dämon auf und entführt die Prinzessin.

Das Moskauer Zentrum für Dramaturgie und Regie, genannt: Werkstatt auf der Begowaja Nr. 6 ,
führt im Titel auch die Namen der russischen Dramatiker Alexej Kasanzew und Michail Roschtschin.

Beide sind Begründer dieses Theaterlaboratoriums, dass am Ender der Neunzigerjahre künstlerische Versuchsstätte für eine ganze Generation von jungen Regisseuren, Dramatikern und Bühnenbildnern wurde. Schon mit der Eröffnungspremiere von Judith, einem zeitgenössischen Stück von Jelena Isajewa in der Regie von Wadim Danziger, am 7. Dezember 1998 wurde das Laboratorium in der russischen Haupstadt als „offene Spielstätte“ zur Umsetzung neuer Theaterideen bekannt.

International viel gezeigte Inszenierungen wie Plastilin von Wasili Sigarew in der Regie von Kyrill Serebrennikow entstanden hier. Fast alle maßgeblichen jungen Stimmen des russischen Theaters haben im Zentrum für Dramaturgie und Regie gearbeitet. Eine ganze Generation von Theatererneuerern ist in den letzten Jahren hervorgegangen. Regisseure wie Kyrill Serebrennikow, Olga Subbotina, Wladimir Agejew. Dramatiker wie Wasili Sigarew, Xenia Dragunska, und die Gebrüder Olg und Wladimir.

Hier begann auch der bekannte Dramatiker Michail Ugarow selbst erfolgreich Regie zu führen. Er ist heute künstlerischer Leiter des Zentrums. Das Theaterlaboratorium arbeitet prinzipiell ohne kommerzielle Absichten und widmet seine Förderung ungewöhnlichen Projekten.

Das Zentrum verfügt über keine feste Schauspielertruppe. Verschiedene, sich ständig veränderne Künstlerkollektive finden in unterschiedlichen Arbeitskonstellationen zusammen. Inszenierungen wurden gezeigt in Deutschland, Frankreich, Polen, Litauen, Staaten des ehemaligen Jugoslawien, der Ukraine, Weißrussland, der Slowakei und Finnland.

Das Zentrum für Dramaturgie und Regie ist erstmalig mit zwei Studioarbeiten zu Gast am Düsseldorfer Schauspielhaus.

Düsseldrorfer Schauspielhaus, Studio Central, Worringer Straße 140, 40210 Düsseldorf

5. Dezember, 19.30 Uhr