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Moskauer Theater „Werkstatt von Petr Fomenko“

Fünf Abende lang zieht sich die zaghafte Annäherung zwischen Alexander und Tamara hin. Es ist eine Wiederbegegnung nach zwanzig Jahren der Trennung. Die beiden waren schon einmal ein Paar, doch zu dieser Zeit war die ganze Welt eine andere. Jetzt fliegt gerade der erste Sputnik ins Weltall. Diese Aufführung erzählt nicht von Menschen aus einem Guss, wie wir sie von den Plakten aus sowjetischer Zeit kennen, sie erzählt einfach von Menschen. Die Seele ist ein „unanständiges Tier“, von den Umständen in die Muschel der Isoliertheit getrieben. Der Körper wiederholt immer die Windungen und Dummheiten der Seele. Eine verzerrte Realität zwingt ihn, sich zu verbiegen, zu krümmen, während die Seele immer noch nach Aufwecken, Hingabe und Selbstrealisierung verlangt... Und deshalb überwinden die Gestalten so wie bei Chagall die Anziehungskraft der Erde, sie sind in der Lage, sich loszureißen und emporzufliegen.
Wieviel Überwindungskraft muss der Mensch aufbringen, um bedeckt vom Schorf und den Klischees der eigenen Existenz emporfliegen zu können. Und über das Einfache und Klare der Liebe zu sich selbst zurückzufinden. Das ist bereits ein Mythos, der stets die Erdanziehungskraft überwindet und nach den Gesetzen der „ewigen Rückkehr“ existiert. Der Mensch rankt immer seine eigenen neuen Gedanken um einen Mythos. Und die Aufführung sucht nach einer neuen Sprache, damit sich dieser Mythos im Theater realisieren lässt, von dem Wolodin sagte: „Theater bedeutet mit allen Fanfaren der Seele zu blasen“.

Inszenierung und Szenografie: Viktor Ryshakow, Bühnenbild: Anastassija Bugajewa (Schulstudio des Moskauer Künstlertheaters), Lichtdesign: Wladislaw Frolow, Choreografie: Oleg Gluschkow

Mit: Polina Agurejewa, Igor Gordin (Moskauer Theater für junge Zuschauer), Artjom Zukanow, Jana Gladkich (Schulstudio des Künstlertheaters), Jewgenija Dmitrijewa (Maly Theater), Alexej Kolubkow

Aufführungsdauer: 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause.

Dienstag, 27. und Mittwoch, 28. November 2012, jeweils 19.30 Uhr, Großes Haus

Unterstützt vom Ministerium für Kultur der Russischen Föderation
Präsentiert vom NET Festival Moskau

Düsseldorfer Schauspielhaus
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