Kultur

Institut »Integration »Kultur »

Wer sich am Abend des 14. Januar im Heinrich-Heine-Institut eingefunden hatte, begab sich auf eine einmalige Zeitreise: Unter dem Titel „Was Heine in Russland erleben konnte“, zelebrierten das Heinrich Heine Insititut, die Russische Gesellschaft NRW und die Stiftung Russkiy Mir mit einem Blick in die Vergangenheit die kulturelle Verbindung unserer Nationen sowie einen traditionellen russischen Feiertag – das Alte Neue Jahr.

Mit prachtvollen Kostümen, Vorträgen von insbesondere Heines Lyrik in vier Sprachen, Musik, Gesang, Schauspiel und einer festlich gedeckten Tafel schuf Elena Solominski ein lebendiges Bild eines russischen Salons des 19. Jahrhunderts, als Familien an langen Winterabenden Freunde und Verwandte zu sich nach Hause einluden, um gemeinsam Gedichte zu lesen, kleine Szenen zu spielen oder vierhändig zu musizieren.

Die Gründe für die kulturelle Symbiose im Heine-Institut waren zahlreich: zunächst läuft im Heinrich-Heine-Institut noch bis Ende Januar die Ausstellung „Der Russische Heine“ aus der Sammlung des Pushkin-Literaturmuseums, außerdem war Heine gut mit Pushkins Werken vertraut und zu guter Letzt wurde Heines Lyrik zweieinhalb Jahrhunderte lang ins Russische übersetzt, viele seiner Gedichte wurden dort zu bekannten Romancen und Liedern.

Natürlich durfte an diesem traditionellen Abend auch das traditionelle Essen nicht fehlen: auf der festlichen Tafel fanden sich unter Anderem die Düsseldorfer Apfelkuchen, die Heine in seinen Gedichten so sehr gelobt hatte. Im Anschluss an das Stück konnten sich bei einem gemütlichen Teetrinken auch die Gäste von dem Geschmack der Kuchen nach russischem Rezept überzeugen und bei einer Tasse Tee den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Fotos: Katja Panyutina