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RUS 2014 • OmdtU • Regie und Buch: Michail Segal • mit Aleksandr Sbrujew, Aleksej Kapitonow, Tatjana Majst, Ksenija Radschenko, Darja Gutsul, Anastasija Popkowa, Andrej Makarewitsch • 95 Min.

„Was ist Liebe?“, fragt Andrej Tarkowskij. Aleksejew lernt den berühmten Regisseur bei Dreharbeiten zu seinem Film „Andrej Rubljow“ kennen. Tarkowskijs Antwort wird von Aleksejew während des ganzen Films zwanghaft wiederholt. „Liebe ist, zu verstehen, was ein Mensch wirklich im konkreten Moment braucht ... und es ihm zu geben.“ Dieser Satz wird zum Leitmotiv des Films und führt zu einem überraschenden und rührenden Ende.

Regisseur Michail Segal zeigt prägende Momente aus Aleksejews Leben – eines gewöhnlichen Ingenieurs und wenig erfolgreichen Lyrikers und Sängers. Er nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in die 70er Jahre – die Tauwetterperiode in der Sowjetunion, voller kreativer Energie und Hoffnung auf politische Veränderungen. Sein spöttischer Blick auf die technische Intelligenz und auf die Bardenszene als politischer Rückzugsraum
zwischen Widerstand und Anpassung lässt dabei keine Sowjetnostalgie zu.

Korrespondentin Ksenia Reutowa nennt den Film „eine Kinosaga über die Barden, betrügerisch leicht, sehr ambitioniert und unglaublich schön."

“Ilja Miller (The Hollywood Reporter) vergleicht den Film mit „Inside Llewyn Davis“ der Brü-der Coen: „Hier und dort zieht ein fiktiver Loser mit einer Gitarre durch eine große Stadt.“

Festivals und Awards:
Eröffnungsfilm auf den Filmfestivals „Kinotavr“ 2014
A. Tarkowskij Festival 2014
Internationales Moskauer Filmfestival 2014 - Preis „Goldener Adler“ für die beste männliche Rolle an Aleksandr Sbrujew
XIII. Filmfestival „Vivat Kino Rossija“ - Preis für das beste Drehbuch, Preis der Presse